22. Ehemaligentreffen in Kaufbeuren und Irsee (19.06. – 21.06.26)
Der längste Tag im Jahr war auch der Abreisetag der Ehemaligen des LFV/BFH.
Aber von vorne: Im flexiblen zeitlichen Algorithmus der sieben Regierungsbezirke in Bayern hatte sich der Reg-Bez. SCHWABEN beim Ehemaligen Beauftragten Dieter Marx, EKBR LK Fürth MFR, gerne als Gastgeber für dieses Treffen angeboten. Jetzt wurden die Gespräche mit möglichen Ausrichtern gesucht.Mit dem BFV Schwaben ist mit dem LK Ostallgäu eine geschichtsträchtige Region in bayerisch Schwaben gefunden worden, bei der die Freie Reichsstadt Kaufbeuren hervorsticht.
Dazu kam dass in Irsee ausgesuchte Quartier Klosterbräu, Gasthof und Hotel.
Der Dank gilt hier KBR Markus Barnsteiner und seinen Helfern aus dem gesamten Landkreis OAL sowie der Unterstützung des KFV OAL dem BFV Schwaben, der Freiwilligen Feuerwehr Kaufbeuren und dem Team des Verein Feuerwehrmuseum Kaufbeuren-Ostallgäu mit seinem Vorsitzenden Helmut Winkler.
Nachdem die aus allen Landschaften in Bayern angereisten Ehemaligen mit ihren Partnerinnen eingecheckt hatten wartete GF David Frick bereits am Vorplatz des Hotels, um die persönliche Führung in der Klosterbrauerei zu starten. Gemeisam marschierte die Gruppe in das Gemäuer des geschichtlichen Gebäudes und erstieg die steilen alten Holzstufen zum Mittelgeschoß weiter zu einem gedungenen Raum, wo sie auf nostalgischen Holzbänken Platz nahmen. David Frick leitete seine Grußworte mit dem Hinweis auf einen Filmvortrag von 40 Minuten ein. Dieser erläutert die Gründung von Kloster Anno 1180 und die Geschichte ab 1182 des Klosters Brauwesens bis in die Gegenwart in einer launigen Dokumentation. Anschließend holte David Frick die Gruppe ab zum Rundgang durch den Museums-Teil der Brauerei, wo als erstes ein direkter Blick auf das Sudhaus zu sehen war. Danach ging es weiter zu den Gärbottichen und schließlich auf einer engen Stahlwendeltreppe hinunter in das kühle Kellergewölbe, wo das ursprünglich gebraute Klosterbier langsam und unter optimalen Bedingungen reifte. Abschließend erklärte David Frick die Flaschenreinigsanlage und zuletzt die Abfülleinrichtung.
Einer seiner Fragen war nach dem zeitlichen Verbleib eines Bierkastens vom Versand bis zur Wiederkehr in der Brauerei. Die Antworten waren von 2 Wochen bis zu einem halben Jahr, alles falsch: 2 Jahre ist richtig.
So ging sehr erheiternd die aufschlussreiche Führung über das Brauereiwesen in Bayern zu Ende.Die Gruppe freute sich jetzt auf die anstehende Bierverkostung von Kloster Helles und Kloster Urtrunk im Hotelgarten. Ausgiebig wurden die Biersorten noch beurteilt, bevor man sich in die Zimmer zurückzog und sich für das gemeinsame Abendessen vorbereitete.

Pünktlich um 19:00 Uhr waren wieder alle im Hotelgarten versammelt.
Die Küche bot eine verkürzte Karte mit dreierlei Hauptgerichten und einer Vor- und Nachspeise an. Die Auswahl war zur Zufriedenheit von Allen. Nach dem Essen hat man noch miteinander anregende Gespräche geführt. Der Ausschank war bis 23:00 Uhr datiert und wurde rigoros eingehalten. Nachtruhe war angesagt.
Der Samstag sollte ein Hitzetag mit über 30 Grad Celsius werden und deshalb wurde eine Programmänderung vorgenommen. Ab 09:30 Uhr waren MTW`s bereitgestellt für den Transfer nach Kaufbeuren. Die nachmittagliche Stadtführung wurde auf Vormittag 10:00Uhr angesetzt. Vater Toni Heider und Sohn Christoph Heider, gekleidet in historischer Uniform und mit Goldhelm auf dem Kopf, übernahmen diese Aufgabe für die nächsten zwei Stunden. Die frühere Reichsstadt hat heute rd. 47 Tsd.
Einwohner und ist die viertgrößte Stadt im Regierungsbezirk Schwaben.
Kaufbeuren ist eine kreisfreie Stadt liegt mitten im Landkreis Ostallgäu.
Toni Heider hat uns seine Stadt aus der Sicht der Anfänge des Brandschutzes und später Aufgaben einer Feuerwehr anschaulich vermittelt.Dazu gehörten die Brauer, die Färber, die Fassmacher, denn die hatten alle große Behältnisse für die Wasserhaltung. Der Fünfknopfturm von 1120 ist eines der wichtigen Wahrzeichen von Kaufbeuren. Im 6. Geschoß wohnte der Türmer, der die Aufgabe hatte, bei Feuer und Gefahr die Glocke zu läuten. Heute kann in der Wohnung geheiratet werden. Bei der Trauung dürfen nur sieben Personen zugegen sein. Es waren 133 Stufen hinauf und über den Wehrgang ging es wieder hinab, wo man mit herrlichen Aussichten auf die Stadt belohnt wurde. Völlig geschafft endete ein absolut informationsreicher Rundgang am Sammelplatz. Die MTW`s brachten die Teilnehmer zum Feuerwehrmuseum. Der Programmpunkt Besuch eines Hofladen in Reisach wurde von dem Inhaber abgesagt.
Das Team von Museumsleiter Helmut Winkler hat einen Mittagsimbiss und Getränke im Feuerwehrmuseumskantine vorbereitet. Danach lud Toni Heider zur Führung durch das Feuerwehrmuseum ein.
Was jetzt noch fehlte, war visueller Nachweis dabei gewesen zu sein und das war das obligatorische Gruppenfoto. Aufgenommen wurde es vor der Kulisse des Feuerwehrmuseum Kaufbeuren. Um 16:00 Uhr war Abfahrt zum Hotel nach Irsee.Vorher gabe es ein großes Dankeschön an das Team des Verein Feuerwehrmuseum Kaufbeuren für die Bewirtung.Es folgte eine herzliche Verabschiedung mit viel Händeschütteln und besten Wünschen für eine gute Zukunft.
Bei der Ankunft in Irsee suchten die alle ihre Zimmer auf um sich frisch zu machen für den Kameradschaftsabend ab 19:00 Uhr im Kloster Braugasthof.
Nach der Verköstigung folgte der offizielle Teil mit den Grußworten in der Reihenfolge von unserem Landesfeuerwehrverband, Vorsitzenden Johann Eitzenberger, KBR LK OAL Stv. Vors. LFV Markus Barnsteiner, Vors. Bayerisches Feuerwehrerholungsheim Johann Weber und EKBR LK FÜ als Ehemaligenbeauftragter Dieter Marx.
Die Ehemaligen waren im Hotelgarten nicht allein. Zwei Tische waren mit 10 Freunden und einer Familiengruppe ebenfalls mit 10 Personen besetzt.
Der Vorsitzende heißt auch die fremden Hotelgäste willkommen, den Kameradschaftsabend der ehemaligen ehrenamtlichen Führungskräfte beim Landesfeuerwehrverband Bayern zu verfolgen. Er fragte gleich mal nach, ob es Feuerwehrmitglieder gibt oder gab. Ernüchternde Antwort : nein. Das war eine Steilvorlage für Eitzenberberger den LFV und das Feuerwehrwesen in Bayern zu erläutern. Der Dialog brachte eine Lockerheit in seinen Bericht. Zu den allgemeinen Ausführungen wurde an diesem Abend eine Besonderheit seitens des LFV eingeschoben. Es gab eine Ehrung. Benno Metz, EKBR LK KT und langjähriger Kassenwart des LFV wurde mit Urkunde zum EHRENMITGLIED vom Landesfeuerwehrverband Bayern e.V. mit ehrlichem Beifall aller ernannt.

Eine Besonderheit war an diesem Abend sehr ergreifend. Der 1. Vorsitzende des BFH Johann Weber überreichte als Dank und sichtbares Zeichen eine Chronik des Feuerwehrerholungsheims an Toni Heider. Der 88 jährige war Aktiver der FF Kaufbeuren und führt gegenwärtig mit seinem Sohn Christoph Stadtführungen durch. Auch als Nachtwächter ist er unterwegs. Beide haben die Ehemaligen aus Brandschutz Sicht und Feuerwehraufgabe durch ihre Stadt geführt. Die Dankesworte von KBR Markus Barnsteiner gingen an seine helfenden Kameraden, an den BFV Schwaben sowie an den LFV BY für die Einladung zum Ehemaligentreffen.

Zuletzt dankte Dieter Marx allen beteiligten Verbänden und dem Verein Bayerisches Feuerwehrerholungsheim für die Kostenübernahme der kulinarischen Verpflegung.
Der Uhrzeiger rückte unaufhörlich auf 22:00 Uhr vor. Jetzt schwärmten viele Ehemalige zum Hotel Biergarten aus, wo das Fußballspiel Deutschland vs Elfenbeinküste übertragen wurde.Nach dem Schlusspfiff war die Freude groß. Die deutsche Mannschaft hat das Spiel mit 2:1 gewonnen. Ein erlebnisreicher Tag ging zu Ende.
Beim Frühstück plauderte man über die vergangenen Tage im Ostallgäu, insbesondere die wunderschöne Gegend. Man verabschiedete sich und wünschte eine unfallfreie Heimreise.
Bericht: Helmut Steck